Minsk - Streetracing

STREET RACING

Rennen in Minsk


Streetracing ist ein extremes Autofahren durch Straßen in der Nacht. Racingboom in Minsk. Es liegt nahe, anzunehmen, dass der Boom nach dem Film “Afterburning” begann, der in gewissen Kreisen einen Riesenerfolg hatte. Im Film handelt es sich um wahnsinnige Rennen der amerikanischen jungen Leute mit überdurchschnittlichen Fahrzeugen.

In Minsk wurde das Streetracing nicht ab sofort beliebt. Zuerst nahmen in einem Rennen zwei bis drei Autos, es kam sogar vor, dass nur ein Wagen im Treffpunkt ankam...Dann erschien Werbung in Zeitungen. Und am 23. Februar 2002 fand das regelrechte Autorennen mit 25 Autos statt. Allmählich wird diese Unterhaltung immer mehr beim Volk beliebt, die Zahl der Teilnehmer macht manchmal 450 aus!

Also, es ist Samstag, 9 Uhr abend. Die Sammelpunkte der Renner sind Palast des Sportes im Pobeditelej-Prospekt, beim Parkplatz im Stadtteil Urutschje, in der Jakuba-Kolasa-Straße oder neben dem Markt Shdanowitschi. Nachdem sich alle Teilnehmer versammelt haben, wird die Startstelle des Rennens bestimmt. Damit keiner gestört wird, wird das Rennen in der Nacht ausgetragen. Meistens fährt man außerhalb der Stadt, wo der Weg besser ist und weniger Autos fahren.

In der Bahn selbst werden Teilnehmer registriert, dann werden Wagen nach deren Leistung und anderen Parametern in Gruppen eingeteilt. In der Regel gibt es sehr viel Zuschauer. Manchmal kommt es vor, dass Menschen auch dann kommen, wenn sich das Rennen dem Ende nähert. Streetracing wird vorläufig als eine Sportart außer Gesetz betrachtet, aber wollen wir hoffen, dass es sich ändern wird. Zu dem Zeitpunkt hat man vor, den Klub von Minsker Streetracers offiziell registrieren zu lassen. Es wurde schon die Satzung der Liga der Straßenrennen abgefasst. Vor kurzem hat die Leitung des Flughafens Minsk-1 vorgeschlagen, eine Landebahn für das Streetracing zu mieten. Also kann man in absehbarer Zeit die folgende spannende Veranstaltung sehen. Das Streetracing kann eine der beliebtesten Arten der aktiven Freizeitgestaltung werden.

Dieses Rennen hat seine Besonderheiten. Die einen Teilnehmer wollen gegen Fahrer mit dem Auto der gleichen oder sogar besseren Charakteristika kämpfen. Die anderen verzichten auf solche Vorschläge: „Ich verliere doch!” und ziehen es vor, mit „schwächeren“ Autos aufzunehmen. Die meisten Fahrer sind Männer, aber unter den Teilnehmern gibt es auch Mädchen.

Das Rennen wird auf einer geraden 400-Meter-Strecke durchgeführt. Die Teilnehmer treten in Paaren auf. Man fängt mit den leistungsstärksten Wagen an, dann sind weniger leistungsstarke an der Reihe.Der Wettkampf erfolgt nach dem olympischen System, d. h. aus jedem Paar zieht in eine weitere Runde nur eins ein, und so kommt es weiter, bis der Sieger bestimmt wird. Nie passierte ein Autounfall, ein paar kleine Kratzer sind nicht nennenswert. Einmal kam es doch dazu, dass sich ein Streetracer vom extremen Rhythmus hinreißen ließ und beim normalen Fahren mit 165 Stundenkilometern fuhr. Er wurde mit einer soliden Strafe “ausgezeichnet“. Jemand kann denken, dass dieser Fahrer einen über den Durst getrunken habe. Und es wäre falsch. Weil man betrunkene rücksichtslose Fahrer laut ungeschriebenen Regeln des Streetracings nicht registriert, um Probleme für Teinehmer und Zuschauer zu vermeiden. Auch ein Handgemenge ist es, was beim Streetracing nie passiert. Alle Auseinandersetzungen werden mithilfe von Wagen gelöst, wer schneller ist, der hat recht..

Bisher kann das Rennen nur durch zwei Faktoren ausfallen: durch die GAI (Staatliche Kraftfahrzeuginspektion) und den Regen. Die letzte Ursache, es sei betont, ist weniger voraussagbar. Deshalb wurde das Rennen wegen schlechtes Wetters zweimal abgesetzt. Was die GAI betrifft, geht kaum eine Runde ohne sie ab. Obwohl die erschienenen GAI-Beamten auf jemand reizend wirken, weil dadurch unterstrichen wird, dass dieses Unternehmen gegen das Gesetz verstößt.

Dabei ist es in Betracht zu ziehen, dass GAI-Beamten auch Autoliebhaber sind. Für sie ist das Streetracing deshalb auch interessant. Es kommt sogar dazu, dass sich mehrere Polizisten in die Zivilkleidung umkleiden und am Rennen teilnehmen. Ein junger hochrangiger Beamte der Inspektionsleitung von Minsk soll einmal am Wettbewerb teilgenommen haben.

Die Liga der Straßenrennen hat vor, zur Eröffnung der Saison ein großangelegtes Show zu veranstalten. Es werden nun Verhandlungen mit der GAI darüber durchgeführt, dass ihre Beamten die Veranstaltung kontrollieren und selbst die Bahn sperren. Für Rennen werden immer die leersten Straßen ausgewählt.

Wie dem auch sei, wenn Sie am Rennen auch nicht teinehmen wollen, so lohnt es sich, das Strretracing einfach zu sehen! Und wenn die Redensart “mit Benzin im Blut geboren” in Ihrem Fall zutrifft, so kommt früher oder später die Zeit, wenn das Rennen mit sich selbst überdrüssig ist. Sie wollen dann ebenbürtige Gegnern aufsuchen. Nun wissen Sie, wo diese zu finden sind. In Minsk, an jedem Samstag um 21:00. Vom genauen Sammelpunkt können Sie auf der offiziellen Streetracing-Seite in Belarus http://www.sorlby.com erfahren.


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