Minsk - Die Ritter aus Minsk

Belarussische Ritter

Die Ritter leben!

Europas allgemeines Schwärmen für militärhistorische Klubs hat auch vor Weißrussland nicht halt gemacht. Da ist auch kein Grund für Überraschung, denn das mittelalterliche weißrussland war Kampfplatz vielzähliger Eroberungs- und Befreiungskriege.

Weißrussische Ritter kämpften sowohl gegen Kreuzfahrer, und erkämpften den Sieg bei Grünwald, als auch gegen die Zaren Moskaus. Dabei unterstanden sie einmal den Bannern des Großfüstertums Litauen, einmal dem des polnischen Königreichs,oder auch den Herrschern des Russischen Reiches. In den Sowjetzeiten war das Zurschaustellen der alten Kriegstrachten verboten, umso prachtvoller blühte dieses Hobby unter Jugendlichen in der neuen Zeit der Souveränität auf. Rein aus ihrer Hingabe widmen die heutigen Ritter und ihre schönen Damen ihre Freizeit und und nicht unerhebliche Geldmittel dieser Beschäftigung und rufen die ruhmreiche Geschichte der alten Ritter wieder ins Leben zurück. In der Art und Weise, wie sie dies tun, kommen leicht bemerkbar Züge des weißrussischen Nationalcharakters zum Ausdruck. Handelt es sich um Rüstungen so sind es nur die Besten: Die Mitglieder des Klubs "Fürstenhufe" fertigen die beste "weiße" Ritterrüstung in Europa. Geht es um ein Gefecht, so ist dies ein Gefecht bis zum Blutvergießen: Sind die Regeln des Turniers auch so rücksichtsvoll, der Ritter bleibt Ritter und kämpft bis aufs Äußerste! Sollten es Ritterfestspiele sein, so heißt es dann im Programm: "Alles inklusive". Das "weiße Schloss" veranstaltet solche Veranstaltungen und Wettkämpfe, wie Turnier, Massengefecht, Trachtenschauen und sogar mittelalterlicher Gesellschaftstanzwettbewerbe.

Gerade die "Weißes Schloss" - Festspiele gelten heutzutage als Hauptereignis im Leben der militärhistorischen Klubs in Weißrussland. Sie werden gewöhnlich im März - April gehalten und lassen sowohl einheimische Bewunderer, als auch Nachbarn (aus Russland, der Ukraine, den baltischen Staaten) und ausländische Gäste (aus Polen, Deutschland) zusammenkommen. Die Vorstellung fesselt natürlich nicht nur Liebhaber der geschichtlichen Rekonstruktion, der Anblick edelmütiger Krieger begeistert auch einfache Mitbürger. Deshalb sind geharnischte Jünglinge und Mägdlein in langen Kleidern und mit oben zugespitzten Kopfschmuck praktisch schon bei jedem Stadtfest anzutreffen.

Womit beschäftigen sich überhaupt die modernen Ritter? Selbstverständlich beteiligen sie sich an Turnieren, verteidigen ihre Ehre und Würde, bereiten sich zu Kämpfen vor, indem sie ihre Fertigkeiten der Kampfkunst mit Schwert und Speer ausfeilen, bereiten die Rüstungen vor. Aber sie sind nicht mehr auf der Suche nach Drachen oder Windmühlen - und sie sind nicht feindlich gesinnt. Ihr Erscheinen belebt jedoch beliebige Massenveranstaltungen, nicht nur Feste, sondern auch zum Beispiel Hi-Tech-Ausstellungen. Sie zollen den gebührenden Tribut dem Alltagsleben. Die meisten unter ihnen sind Studenten und Schüler, andere sind einfach arbeitende Menschen, die einen Funken Romantik in ihrem Herzen bewahrt haben. Und sicherlich auch den ritterlichen Edelsinn.


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