Minsk - Theater für Oper und Ballett

Ballett in Minsk

Echtes Ballett

 

Das Bolschoj Theater für Oper und Ballett der Republik Weissrussland bietet in Wirklichkeit den Raum für zwei eigenständige künstlerische Teams: Für das Nationale Akademische Operntheater und das Nationale Akademische Balletttheater. Im Gegensatz zum gleichnamigen Theater in Moskau ist das weißrussische Bolschoj -Theater wirklich groß. Das riesige Gebäude ragt am Gipfel des Bergs Troitskaja und ist aus nahezu jedem Stadtteil zu sehen. Und das weißrussische Ballett ist in der ganzen Welt bekannt.

Es war gut für Weißrussland, dass der junge ehrgeizige Choreograph aus Leningrad (heute Sankt-Petersburg) Walentin Elisarjew die Führung des Balletts vor 30 Jahren übernahm. Er war damals 26 Jahre alt, er war voll von Ideen, und in Minsk traf ihn die vorbereitete Truppe, die seine Ideen für Zuschauer verkörpern konnte. So wurde ein Ballett der Weltklasse geschaffen.

Heute sind finden sich auf der List über 30 verschiedene Stücke. Kein anderes Balletttheater hat wohl solch ein breites Repertoire. Die meisten Aufführungen gehören dem leitenden Choreograph und dem ständigen Theaterleiter Walentin Elisarjew. Außer dem klassischen Ballett, bei deren Aufführung man sich an den Nachlass des großen Franzosen, des Schöpfers des russischen klassischen Balletts Marius Petip hält, wurden im Theater modernes Ballett aufgeführt. Wie durch ein Wunder gelingt es Elisarjew, an der feinen Grenze zu bleiben, die langweilige Klassik von erschreckender Avantgarde trennt. Moderne Choreographie Elisarjews ist etwas Besonderes: der dank Ausdruckskraft, Emotionalität moderne Tanz, der sich auf klassische Kanons bezieht.

Die beliebtesten, insbesondere bei ausländischen Touristen, sind natürlich alle drei Balletts Tschajkowskis "Schwanensee", “Nussknacker“, “Die schlafende Schöne“. Dabei wurden sie großzügig, mit prachtvollen Dekorationen und eindrucksvollen Kostümen aufgeführt. So wurde auch das Ballett Glasunows “Raymonda” wieder ins Leben gerufen, das auf unserer Bühne von Juri Grigorowitsch, dem ehemaligen Chefballettmeister des Russischen Bolschoj-Theaters aufgeführt wurde. Auch Weltklassik - “Chisel”, “Sylfide”, “Don Quichotte”, “Spartakus” - kann man auf der grössten belarussischen Bühne sehen. Besonders beachtenswert sind die Aufführungen Elisarjews. Nicht nur deswegen, dass er Maestro, Professor und Akademiemitglied ist. Gerade Elisarjews Aufführungen werden von ausländischen Kritikern bei zahlreichen Gastspielreisen des Theaters hervorgehoben. Und diese Vorstellungen begeistern das sehr anspruchsvolle Publikum solcher „Ballettländer“ wie Frankreich, Japan, China. Originale Autorenwerke sind “Karmina Burana” in Musik der berühmten Kantate von Karl Orf, „Romeo und Juliet“ von Prokofjew, „Heiliger Frühling“ von I. Strawinski, „Karmen-Suite“ von Bise-Stschedrin (das Stück wird ohne Unterbrechung 30 Jahre aufgeführt!), “Bolero” von Ravel.

Sehr beachtenswert sind das Ballett “Till Eulenspiegel“ in Musik des weißrussischen Komponisten Ewgeni Glebow, das seit kurzem wieder aufgeführt wird, und das bedeutende Stück „Leidenschaften“, die nach geschichtlichem Stoff aus der Zeit der Entwicklung des belarussischen Staats aufgeführt wird.

Kurz gesagt, die Ballettaufführung in Minsk zu besuchen heißt es einen unvergesslichen Abend zu verbringen, mit hoher Kunst vertraut zu machen. Wenn Sie eine Karte zu besorgen schaffen. Und wenn die Truppe zu Gastspielen nicht abreist.


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