Minsk - Aleksandrowski Park

Aleksandrowski Grünanlage in Minsk

Der Aleksandrowski Park in Minsk


Ein kleiner Park im Zentrum von Minsk hat eine reiche Geschichte und ist nicht zufällig ein Anziehungspunkt für die Bewohner von Minsk. Der offizielle, verblasste Name “Zentrums Park” änderte das Volk in Aleksandrowski Park. Vielleicht wurde dieser Wechsel dadurch bedingt, dass die Park der Residenz des belarussischen Staatsoberhaupts Aleksandr Lukaschenko nahe liegt.

Die Park wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in der Zeit des schnellen Wachstums von Minsk angelegt. Alle leer stehende Plätze wurden mit spontanen Märkten belegt, weil Minsk eine Handelsstadt war. Einer dieser Märkte, ein ziemlich schlampiger, entstand an der Stelle des heutigen Platzes Oktjabrskaja und hieß Neuer Markt. Da gab es sehr viel Schmutz, und durch diesen Schmutz wateten Verkäufer und Käufer und fuhren ihre Wagen. Und gegenüber lag der Palast des Gouverneurs. Einmal wurde er wohl dieses Getümmel unter seinen Fenstern satt, und traf die Entscheidung, den Markt zu verlegen und an dieser Stelle eine Park anzulegen. Die Park entstand 1872 und war einem Viereck gleich.

“Der damalige Vizegouverneur M. P. Daragan bemühte sich viel darum und gab eigenes Geld dafür aus, um Bäume und Blumenbeete zu pflanzen. In der Mitte des Gartens befindet sich ein Schwimmbad mit einem Springbrunnen. "In diesem Park ist ein Winterstadttheater gebaut“, so wortkarg beschreiben historische Chroniken die in Minsk angelegte Park.

Diese wurde Aleksandrowski nach der Kapelle des Heiligen Aleksandr Newski genannt, die hier gebaut und bereits im Jahre 1929 zerstört wurde. Ein paar Jahre nach der Eröffnung wurde in dem Park ein Springbrunnen zur Eröffnung der Stadtwasserleitung eingerichtet. Der Wasserturm befand sich in der Ecke des Park, etwa gegenüber dem heutigen T-34-Panzer. Der Springbrunnen war mit der Skulptur „Der Junge mit dem Schwan“ des Italieners Bernini beschmückt. Der Springbrunnen und die Skulptur bestehen bisher und gelten mit Recht als Symbole von Minsk.

In der anderen Ecke des Park wurde ein Winterstadttheater gebaut. Heutzutage ist es das Nationale Janka-Kupala-Theater. Zur Eröffnung des Theaters im Jahre 1888 kamen die Mitglieder der Zarenfamilie.

Neben dem Theater ist die bekannte öffentliche Toilette, oder Retirad, wie man es damals nannte. Diese öffentliche Einrichtung ist wohl einmalig. Man erklärte die Erscheinung dieser kleinen Architekturform im Empire-Stil verschieden. Bisher erzählt man, dass zwei Freunde einmal gestritten haben. Und einer baute diese Toilette nach Art und Weise des Hauses des Beleidigers, nur im Kleinen. Es war so eine Art Rache. Historische Chroniken widerlegen diese Version. Die ungewöhnliche Toilette entstand dank professioneller Verantwortung des damaligen Architektors. Streng diagonal wurde doch der Archierejskoje Hof gebaut, ein Gebäude der sehr charakteristischen Architektur. Um Harmonie des Ensembles nicht zu verletzen, baute man die Toilette auch in gleicher Form.

Wie es sich gehört, hat der beliebte Ruheplatz der Stadteinwohner einen Beinamen. Das Zentrum der Park, wo der Springbrunnen “Der Junge mit dem Schwan” ist, nennen alle Panikowka, nach dem Namen des Helden des sowjetischen Bestsellers „12 Stühle“ von Ilf und Petrow Panikowski, der bekanntlich eine Gans geklaut hat. „Treffen wir uns in Panikowka“, so sagt man, wenn ein Rendezvous gemeint wird. Die ganze Park wird manchmal Panikowka genannt. Die Park wurde vor kurzem ordentlich fertiggebaut. Die Frontumzäunung aus ukrainischem rotem Granit wurde mit Balustraden aus modernen Baumaterialien ergänzt.


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