Minsk - Türmen in Minsk

Türmen in Minsk

Turmbau in Minsk


Wie jede moderne Stadt mit reicher Geschichte ist in Minsk eine Vermischung aus verschiedenen Architekturstilen anzutreffen, mal harmonisch, mal eklektisch. Ein aufmerksames Auge jedoch merkt unbedingt eine kennzeichnende architektonische Besonderheit: Überall stehen stilisierte Turme und Türmchen, Weshau auf belarussisch. Manche sehen malerisch aus. Und warum diese in der weißrussischen Hauptstadt gebaut werden, kann überzeugend erklärt werden. Der Name “Belaja Wesha” (Weißer Turm) ist doch mit Belarus, mit seiner Geschichte und Kultur zutiefst verbunden. Nach diesem Schutzturm an der westlichen Grenze, in der Stadt Kamenets, 30 Kilometer von Brest entfernt, wurde das europaweit größte Naturschutzgebiet Beloweshskaja Pustscha genannt. Er ist eines der malerischsten Architekturdenkmäler des Mittelalters.

Im 13. Jahrhundert wurde dieser Turm aufgebaut, Stolp Kamen, heißt es in der Chronik. Er ist über 30 Meter hoch, sein Durchmesser beträgt 13,5 Meter , die Wände sind 2,5 Meter dick. Der Turm hat eine einfache Form, ist aber mit dekorativen Elementen versehen: Der große Ziegelstein auf Zähnen ist nach Mustern der Volksstickerei ausgelegt. Nur Belaja Wesha blieb von der Reihe der Befestigungen erhalten, die im Süden von Belarus im 13. Jahrhundert gebaut wurden.

Die “Nachfahren” des Belaja Wesha in der Hauptstadt sind ihm nicht besonders ähnlich. In diesem Fall handelt es sich um Stilisation, wie es sich moderne Architektoren vorstellen.



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