Minsk - Kirchen in Minsk

Kalwarijskoje-Friedhof in Minsk

Römisch-katholische Kirchen in Minsk


Weissrussland ist an der Grenze des Einflusses von zwei christlichen Krichen, der katholischen und der orthodoxen. Als Belarus zum Großen Fürstentum Litauen und zum Königreich Polen gehörte, herrschte hierzulande katholischer Glauben. Deshalb wurde eine Menge von römisch-katholischen Kirchen in Minsk sowie im ganzen Weissrussland errichtet. Während der sowjetischen Zeit wurden die meisten von denen vernachlässigt, die besten wurden zu weltlichen Zwecken eingesetzt. Seit Anfang der 90er werden alte Krichen den Gläubigern wieder übergegeben.

Kalwarija

Die römisch-katholische Kirche im alten Kalwarijskoje-Friedhof war die einzige in der sowjetischen Zeit, die Gottesdienste abhalten durfte. Natürlich konnte das Gebäude alle Gläubiger ncith umfassen. An Feiertagen versammelten sich die Mengen von Katholikern in der Hauptallee des Friedhofes, die zur Kirche führte. Nebenbei gesagt, wurde die Kirche in dieser Stelle bereits im 17. Jahrhundert errichtet. Diese wurde aus Holz gebaut und hieß Errichtung des Heiligen Kreuzes...Es kommt darauf an, dass bei weissrussischen, polnischen, lettischen Katholikern angebracht war, in malerischen Orten kalwarische Kirchen zu errichten, vom lateinischen Wort calva-Schädel. Dieselbe Bedeutung hat das griechische Wort Golgatha, der Ort, wo Jesus Christus bekanntlich gekreuzigt wurde.

Im frühen 19. Jahrhundert wurde die Kalwarijski-Kirche aus Feldstein im neogotischen Stil umgebaut. Auf dem Friedhof um die Kirche liegen bekannteste Einwohner von Misnk, Katholiker bzw. Angehörigen anderer Religionen. Im Jahre 1967 wurde er für neue Beerdigungen geschlossen. Aber Ende der 90er Jahre genehmigten die Stadtbehörden, auf dem Friedhof gegen Entgelt zu beerdigen. Hier wurden auch Opfer der Tragödie beim U-Bahn-Eingang Nemiga am 30. Mai 1999 bestattet.

Die Rote römisch-katholische Kirche

Die neogotische Kirche aus rotem Ziegel, die auf dem Minsker Hauptplatz liegt, wurde zu einem Symbol der Hauptstadt. In der sowjetischen Zeit platzierte hier der Verein der Filmkünstler von Belarus. Zum Glück haben die Kinoleute das Gebäude gut gepflegt. Nachdem die Gläubiger wieder die Kirche übernommen haben, hat diese schnell ihre ürsprüngliche Gestalt angenommen.

Die Kirche wurde ganz Anfang des 20. Jahrhundert für Geld des Adligen Edward Wojnilowitsch gebaut. Sie wurde nach seinem Wunsch die Kirche der Heiligen Simeon und Elena genannt, zu Ehren seiner Kinder, die früh gestroben waren. Der Autor des Projekts war Architektor aus Warschau T. Pojasderski. Die Kirche wurde 1910 eingeweiht.

Nachdem die Rote römisch-katholische Kirche 1990 an Gläubiger abgetreten wurde, wurde sie bei Minskern sehr beliebt. Die Kirche liegt im Zentrum der Stadt, hat einen umfangreichen Saal. Obwohl ihre Architektur streng ist, hat die Kirche auch feine Verzierungen. Buntglasfenster wurden nach weissrussischen künstlerischen Volkstradititionen ausgeführt. Das Hauptportal ist mit dem Familienwappen von Wojnilowitschs versehen.

Die römisch-katholische Kirche des Heiligen Rochs

Diese Kirche liegt auf Solotaja Gorka (Goldenberg). Auch sie überlebte vieles, man erzählt sogar Sagen über diese Kirche. Ihr Aufbau soll einem polnischen Arzt verdanken werden. Nach der Choleraepidemie in der Stadt schlug dieser Arzt Einwohnern vor, Geld für Bau einer Kirche zusammenzulegen. Die neue Kirche sollte gerade auf dem katholischen Friedhof gebaut werden. Hier wurde die Skulptur des Heiligen Rochs aus Holz aufgestellt. Im Katholizismus gilt Heiliger Roch als Schützer von Menschen und Tieren gegen ansteckende Krankheiten, als Schirmherr von Chirurgen. Die heutige Kathedrale aus Ziegel erschien in 60er Jahren des 19. Jahrhunderts. Die letzte Rekonstruktion erfolgte kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Kirche sollte als Kammersaal der Philarmonie dienen. Hier wurde das Organ aufgestellt, das tschechische Fachkräfte angefertigt hatten. Der Staat hatte sehr viel Geld für den Wiederaufbau des Gebäudes ausgegeben, deshalb, nachdem die Kirche an Gläubiger abgetreten wurde, wurde in gegenseitigem Einvernehmen beschlossen, die Kirche sollte sowohl als Gotteshaus, als auch als Konzertssal dienen. Der Gottesdienst wird nur auf Weissrussisch abgehalten. In anderen römisch-katholischen Kirchen gebraucht man Weissrussisch und Polnisch.

Kathedrale der Heiligen Mutter Gottes

Die wichtigste römisch-katholische Kirche von Weissrussland hat auch härteste Prüfungen überstanden. Die befindet sich auf dem Platz der Freiheit (früher:Sobornaja-Platz). In der sowjetischen Zeit wurde diese Kirche einem grundlegenden, barbarischen Umbau unterzogen. Glockenturme wurden abgebrochen, die Fassade wurde nach anliegenden Staatshäusern ausgeglichen. Das Gebäude hieß Haus der Körperkultur, der Hauptsaal der Kirche wurde zum Sportsaal. Aber nachdem die Gläubiger das Gebäude wieder übernahmen, wurden diese Änderungen der sowjetischen Epoche beseitigt. Die Kirche nahm ursprüngliche Gestalt an. Wiederaufgebaut, wurde sie zu einer Architekturdominante des restauirierten historischen Zentrums von Minsk, der so genannten Oberen Stadt. Ihre Lage in unmittelbarer Nähe der orthodoxen Kathedrale ist symbolisch: Für Belarus ist Glaubenstoleranz seit alters her charakteristisch.



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